Zu Dritt in einem Steyr 12M18 durch die Welt

Monat: November 2022

USA Teil 2 – 2022

Valley of Fire

Ein Highlight jagt das Nächste und kurz nach dem Death Valley, und nachdem wir über den Strip in Las Vegas gefahren sind, finden wir uns im Valley of Fire wieder. Es ist heiß und trocken, aber wir machen uns gleich morgens auf zu einer Wanderung. Es geht durch trockene Flussbetten und über Felsen bis wir zur Wave kommen. Tolle Farbenschwünge im Gestein. Natürlich ein sehr beliebter Foto Spot und so müssen wir ein bisschen warten um ein Bild ohne anderen Menschen darauf zu schießen. Solange der Weg spannend ist läuft unsere Tochter mittlerweile sehr gut und sie hat Spaß daran überall drauf zu klettern oder runter zu hüpfen.

Wir verbringen zwei Nächte im Nationalpark bevor wieder aufbrechen und in den nächsten Nationalpark weiterfahren.

Zion NP

Kaum ist man in der Nähe des Zion Nationalparks, merkt man schon, dass es hier sehr viel grüner wird. Wir sind begeistert von Hohen Felswänden und saftig grünen Bäumen.

Leider sind wir ein Fahrzeug zu spät dran und ergattern somit leider keinen kostenlosen Parkplatz mehr. Wir müssen etwas zurück in den Ort fahren um unseren LKW zu parken.

Vom Visitor Center geht ein kostenloser Shuttlebus zu den verschiedenen Hotspots und Wanderungen.

Wir lassen uns zum letzten Stopp fahren und machen zusammen mit vielen anderen eine kleine Wanderung zwischen den hohen Felswänden. Hier ist es angenehm kühl. Etwas überrascht sind wir als wir eine Tarantel am Flussufer sehen.

Wir übernachten außerhalb des Parks. Am nächsten Tag melden wir uns für die Tunneldurchfahrt an. Unser LKW ist etwas zu groß, als dass wir wie alle anderen Fahrzeuge durch den Tunnel fahren könnten. Wir melden uns bei den Rangern am Tunnel und schon wird er für die entgegenkommenden Fahrzeuge gesperrt und wir können schön mittig durch den Tunnel fahren. Wir genießen noch die grünen Bäume bevor es wieder in die Wüste geht.

Wire Pass Trail

Ohne Kind hätten wir diesen Trail sicher bis zum Schluss durchgewandert. Er soll gegen Ende noch die Kletterfähigkeiten etwas auf die Probe stellen. Aber mit unserer Tochter im Gepäck, die für ihre drei Jahre schon toll läuft, wenn sie will, schaffen wir nur die ersten paar Kilometer bevor wir eine Pause machen und wieder den Rückweg antreten. Aber auch schon diese paar Kilometer machen viel Spaß. Am Anfang läuft man hauptsächlich durch ein trockenes Flussbett, doch dann werden die Wände rechts und links immer enger und man ist in mitten wellenförmiger Felswände. Wir klettern eine große Holzleiter nach unten und immer mal wieder über Baumstämme. Es geht gegen Mittag und das Licht fällt wunderschön bis auf den Boden. Wir picknicken mit den Füßen im Sand und machen uns dann wieder auf den Heimweg.

Lake Powell und Page

Wir haben bis jetzt schon sehr viele Kilometer hinter uns und beschließen deshalb, es die nächsten Tage ruhiger angehen zu lassen. Wir fahren zum Lake Powell wo wir direkt am Strand stehen können und genießen es mal nicht zu fahren. Auch im nahe gelegenen Page verbringen wir ein paar Tage und treffen wohl so viele Leute mit einem Fahrzeug wie dem unseren wie nirgendwo sonst. Es ist schön sich auszutauschen und wir hatten auch Glück, eine deutsche Familie, die wir in Kanada kennen gelernt haben hier wieder zu sehen.

Hierher kehren wir nach einer etwa einwöchigen Tour auch wieder zurück um uns die Heißluftballon Regatta anzuschauen.

Monument Valley

Aber erstmal geht es zum Monument Valley. Man hat es in so vielen Filmen, wie zum Beispiel Forrest Gump oder Rain Man, schon gesehen. Wir genießen den Anblick hauptsächlich von der Ferne. Machen einen kurzen Fotostopp wo Forrest Gump das Gefühl hatte er wäre jetzt weit genug gelaufen und nach Hause umkehrt.

Goosenecks State Park

Die Nacht verbringen wir im Goosenecks State Park. Hier schlängelt sich der San Juan River tief unter uns um die Felsen. An einem Punkt kann man ihn viermal sehen. Es ist hier sehr windig und kalt deshalb machen wir nur einen kleinen Spaziergang, lassen unseren Drachen mal wieder steigen und verbringen den Abend mit heißer Schokolade und Cinderella im Warmen.

Valley of the Gods

Valley of the Gods soll ähnlich sein wie die Runde die man im Monument Valley machen kann, nur schöner. Wir können es nicht vergleichen da wir die Monument Valley Runde nicht gemacht haben aber wir fanden Valley oft he Gods wunderschön und sehr beeindruckend. Die Straße ist holpriger als erwartet und wir sind noch langsamer als sonst unterwegs aber es lohnt sich absolut. Wir finden einen wunderschönen Platz mit Blick auf die Steinformationen und auch am nächsten Morgen wachen wir mit einem wunderschönen Sonnaufgang auf.

Arches NP

Ab zum nächsten National Park. Hier haben wir tatsächlich mal einen Campingplatz reserviert da der Park sehr beliebt ist. Mal wieder machen wir ein paar kleinere Wanderung zum Double Arch, zum North und South Window und zum Landscape Arch. Ich weiß wir wiederholen uns, aber die Landschaften hier sind einfach wunderschön. Die schneebedeckten Berge machen das Ganze noch besonderer.

Nach einer Nacht im Park führt uns unser Weg wieder nach Süden. Wir wollen den Grand Canyon ja nicht verpassen.

Grand Canyon

Große Erwartungen werden an den Grand Canyon gestellt, ist er doch der Nationalpark, den man mit den USA sehr oft verbindet. Und ja es ist schon ein gewaltiger Anblick, der sich einem bietet. Eine Meile soll er tief sein. Wir freuen uns eine kleine Wanderung am Rand des Grand Canyon zu machen und sind in bester Gesellschaft der Familie, die wir in Page wieder getroffen haben.

Die Mädels sind den ganzen Weg damit beschäftigt in ihrem Junior Ranger Buch Tiere, Pflanzen und vieles mehr zu finden um am Ende ihr Abzeichen zu bekommen.

Und das bekommen sie nach einem Schwur die Natur zu schützen auch und sind sehr stolz.

Joshua Tree NP

Unser letzter National Park auf unserer USA Reise heißt Joshua Tree.

Joshua Tree, so heißen die besonderen palmenartigen Bäume die hier wachsen. Aber nicht nur die Bäume locken die Menschen hierher, sondern auch die runden Felsen werden sehr gerne von Kletterern besucht. Wir hatten Glück noch einen Platz auf dem Hidden Valley Campingplatz zu ergattern und nach einer kleinen Mittagsruhe erkunden wir das Hidden Valley. Ein ca. eine Meile langer Rundweg umgeben von hohen Felsblöcken.

Am nächsten Tag wechseln wir zum White Tank Campingplatz und besuchen den herzförmigen Stein und den Felsbogen. Für unsere Tochter ist es super hier zu klettern und sie wird immer besser und mutiger.

Ein wunderschöner Nationalpark und wir hatten Glück noch vor Thanksgiving dort gewesen zu sein, denn danach wurde es für das lange Wochenende sehr voll.

Bombay Beach und Slab City

Langsam geht unsere Zeit in den USA zu Ende und wir machen uns auf dem Weg Richtung Grenze. Wir haben aber noch ein bisschen Zeit, da wir noch auf ein Päckchen aus Deutschland warten. Am Saltonsee verbringen wir eine Nacht am Bombay Beach wo Künstler ihre Werke am Strand fest installiert haben.

Dann geht es noch nach Slab City. Eine kleine Siedlung wo viele Camper Vollzeit in ihren Wohnmobilen leben, ohne Wasseranschluss. Der Salvation Mountain wurde von Leonard Knight über Jahre hinweg aus Lehmziegeln, ausrangierten Autoteilen und Tausenden von Litern von Farbe erschaffen. Ein paar Straßenecken weiter bei East Jesus lassen Künstler ihrer Kreativität freien Lauf und erschaffen mit dem Schrott anderer ihre Kunst. Auf jeden Fall ein Ort den man mal sehen sollte. Sogar eine Bibliothek gibt es die wir gerne besuchen. Es ist alles da was man braucht, sogar eine Kinderecke.

Nach ein paar Tagen in El Centro nahe der Grenze warten wir auf unser Päckchen und bereiten uns auf unsere Einreise nach Mexiko vor.

Wir hatten eine tolle Zeit in den USA. Atemberaubende Landschaft, hilfsbereite und sehr nette Menschen und hervorragendes Wetter haben uns die Zeit hier sehr angenehm gemacht. Es gibt definitiv noch viele Orte die wir irgendwann noch sehen wollen.

USA Teil 1 – 2022

Küstenstraße und Crater Lake NP

Die ersten Tage in den USA schlängeln wir uns durch die Staaten Washington und Oregon an der Küste entlang. Leider ist es am Meer teilweise sehr neblig und wir können das Wasser kaum sehen.

Wir machen zwei Abstecher ins Landesinnere. Wir besuchen die kleine Stadt Aberdeen in der Kurt Cobain aufgewachsen ist. Sehr viel mehr gibt es dort leider nicht zu sehen.

Unser zweiter Abstecher geht zum Crater Lake NP. Auch hier ist es bei unserer Ankunft sehr neblig aber wir haben ein bisschen Geduld und nach einer Weile klart es auf und wir haben einen wunderschönen Blick auf den See.

Redwoods

Nun zieht es uns zu den großen Riesen, den Redwoods. Wir besuchen die beiden NPs Redwood State und National Park und Humboldt NP und lassen uns bei kleinen Wanderungen von den uns ungewohnten Ausmaßen dieser wunderschönen Bäume beeindrucken.

Yosemite NP

Auf unserem Weg zum Yosemite NP fahren wir durch das herrliche Nappa Valley. Gerade waren wir noch im nebeligen Kühlen und schon begrüßen uns 35 Grad und Palmen. Man ist plötzlich in einer anderen Welt. Es fühlt sich schon ein bisschen an wie Mexiko. Viele Informationen sind auch auf Spanisch und wir freuen uns über leckere Tacos.

Wir erreichen den Yosemite NP und sind doch sehr überrascht wie voll es hier ist. Alle Campingplätze im Valley unten sind ausgebucht und so müssen wir unsere Pläne ein bisschen anpassen. Christina macht mit unserer Tochter einen schönen Spaziergang damit sie einen Mittagsschlaf halten kann und Christopher füllt unsere Wassertanks. Später treffen wir uns und erkunden zusammen ein bisschen den Ort. Er ist eingebettet in beeindruckende Steilwände an denen man, wenn man ganz genau hinschaut, Kletterer erkennen kann. Wir verbringen die Nacht außerhalb des Parks im National Forest und fahren am nächsten Tag durch den Park zum Ostausgang. Es ist eine wunderschöne Fahrt mit sehr abwechslungsreicher Landschaft.

Mono Lake

Wir verlassen den Yosemite NP und kommen kurz danach zum Mono Lake, berühmt für seine mehrere Meter hohen Kalktuff-Formationen. Nach einer Nacht direkt am See geht es schon weiter Richtung Death Valley.

Death Valley

In Ridgecrest treffen wir uns mit der uns schon bekannten deutschen Familie und am nächsten Tag fahren wir zu einem Campingplatz am Rande des Nationalparks. Wir stellen uns auf hohe Temperaturen ein und sind überrascht wie angenehm es mit ein bisschen Wind doch ist, aber der Campingplatz liegt auch auf über 1200m Höhe.

Das ändert sich allerdings als wir ins Valley runterfahren. Es sind mindestens 40 Grad und es geht kein Lüftchen. Nachdem wir uns im klimatisierten Visitor Center etwas abgekühlt haben ergattern wir noch einen schattigen Stellplatz von einem Hotel. Wir dürfen den Pool mitbenutzen was den Kleinen natürlich sehr gut gefällt auch wenn es nicht wirklich eine Abkühlung ist.

Am nächsten Tag machen wir uns auf den Weg zum Badwater Basin. Mit 85,5 Meter unter dem Meeresspiegel der tiefste Punkt Nordamerikas. Es wird empfohlen vor 10 Uhr morgens diesen Ort zu besuchen da es danach sehr heiß wird. Als wir ankommen liegt ein großer Teil noch im Schatten aber sobald man in die Sonne kommt kann man sich morgen um 9 gut vorstellen wie heiß es werden wird.

Wir freuen uns auf niedrigere Temperaturen und fahren ca. eine Stunde bergauf und finden uns beim Dante‘s View Peak Lookout wieder. Man ist direkt oberhalb des Badwater Basin, hat einen tollen Blick und es ist schon fast ein bisschen kühl.

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